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Für den Inhalt dieser Seite verantwortlich: Hr. Markus Smeritschnig
 
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn (HO)
Fläche: 28.12 km²
Seehöhe: 388 m.ü.A.
Einwohner: 814 (Volkszählung 2001)
Gemeindekennzahl: 31101
Verwaltung: 3591 Altenburg
Zwettler Straße 16
Telefon: +43 (0)2982 2765
WWW: http://www.altenburg.gv.at
E-Mail: gemeinde.altenburg@wvnet.at
Fotogalerie: Fotogalerie Altenburg
Anfahrtsplan:

Geschichte
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Gemeindebeschreibung
Die Großgemeinde Altenburg-Fuglau mit einer Bevölkerungszahl von 814 Einwohnern (Hauptwohnsitze laut Volkszählung 2001) entstand durch Zusammenlegung der beiden Gemeinden Altenburg und Fuglau und umfaßt nunmehr fünf Orte: Altenburg, Burgerwiesen, Fuglau, Mahrersdorf und Steinegg. Den kulturellen Mittelpunkt bildet zweifelsohne Altenburg (419 Einwohner) mit dem 1144 gegründeten Benediktinerstift am Rande des malerischen Kamptales. Das Kloster, wie wir es heute kennen, stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert und ist ein Juwel barocker Architektur. Seit Beginn der 60er Jahre beherbergt das Stift Sängerknaben, die nicht nur in Österreich, sondern auch im Ausland unsere Heimat durch ihre musikalischen Darbietungen vertreten. Der Ort selbst hat sich durch rege Siedlungstätigkeit seit der Nachkriegszeit wesentlich vergrößert und wird infolge der Abwanderung von Gewerbetreibenden und Auflösung landwirtschaftlicher Betriebe heute hauptsächlich von Angestellten, Arbeitern und Pensionisten bewohnt.

Fuglau (132 Einwohner), wahrscheinlich der älteste Ort der Gemeinde, wird von einer am Westrand auf einer Anhöhe befindlichen mittelalterlichen Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert, die dem Hl. Nikolaus geweiht ist, überragt. Am Nordrand des Dorfes befindet sich die vor wenigen Jahren angelegte Autorennbahn des Nordringes.

Mahrersdorf mit derzeit 52 Einwohnern, über dem Tal der Kleinen Taffa gelegen, schmiegt sich an die Mauerreste der ehemaligen Burganlage der "Marichartsdorfer". Der ruhige idyllische Ort ist so recht geeignet zur Erholung der streßgeplagten Großstädter.

Das südlichste Dorf der Gemeinde ist Steinegg mit 49 Einwohnern. Die weit auseinandergezogene Siedlung am Nordufer des Kampes liegt am Fuße der gleichnamigen Ruine und steht durch eine neue Brücke mit St. Leonhard und einer kurvenreichen Straße mit der Freistädter Bundesstraße in Verbindung. Wanderwege entlang des Flusses zwischen den Ruinen Schauenstein und dem Öden Schloß erschließen einen der schönsten Teile des Kamptales.

Burgerwiesen (164Einwohner), nur 3 km von der Bezirkshauptstadt Horn entfernt, ebenso wie Altenburg und Fuglau an der Freistädter Bundesstraße gelegen, konnte in den letzten Jahren durch starke Siedlungstätigkeit eine wesentliche Zunahme der Bevölkerung erreichen.

Sehenswürdigkeiten
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Benediktinerstift Altenburg
Die edle Frau Hildburg von Bouige übergab 1144 ihre „Alte Burg“ den Benediktinern. Laut Klostertradition besiedelten Mönche aus St. Lambrecht in der Steiermark dieses Kloster. Auf einen romanischen folgt ein gotischer Klosterbau mit Kirche und Kreuzgang.
Nach mehrmaligen Zerstörungen während des Mittelalters, den Wirren durch Reformation und Dreißigjährigem Krieg begann im 17. und 18. Jahrhundert eine neue Blütezeit. Man entschloß sich, das alte Kloster aufzugeben und es am selben Ort in neuer, größerer und der Zeit entsprechender Weise wieder aufzubauen. Abt Placidus Much ist die Hauptgestalt der Altenburger Baugeschichte. Ihm gelang es mit Hilfe vom Baumeister Joseph Munggenast und dem Maler Paul Troger Demut und Kunst, tiefste Frömmigkeit und Repräsentationsfreude der Barockzeit zu vereinen. Die Stiftsbibliothek gilt heute als schönste Bibliothek des „Klösterreich“, die Krypta als der originellste Raum des Klosters.
1940 wurde das Kloster zum erstenmal in seiner Geschichte aufgehoben und der Konvent ausgewiesen. Nach der Nutzung der Gebäude als Umsiedlungslager, Lazarett und als Unterkunft für 2000 russische Besatzer, konnte 1947 das Leben nach der Regel des hl. Benedikt wieder aufgenommen werden. Die Instandhaltung des großen Hauses und die vielen Restaurierungen der wertvollen Kunstschätze sind eine stete Herausforderung für die kleine Mönchsgemeinschaft.

Bekannt ist das Stift Altenburg heute als „Trogerstift“ und als „Archäologenstift“.

„Trogerstift“: Paul Troger ist der Hauptkünstler in der Barockzeit, der in Altenburg ab 1732 neun Kuppelfresken und drei Altarblätter geschaffen hat (Stiftskirche, Bibliothek, Kaiserstiege und Marmorsaal). Die wichtigsten Räume des Klosters tragen seine persönliche Handschrift, Schüler Trogers wirkten in der Krypta und im Stiegenhaus zur Bibliothek.
Das Trogerstift kann im Rahmen der Stiftsführungen besichtigt werden.

„Archäologenstift“: Bereits Ende des 19. Jahrhunderts vermutete der Altenburger P. Friedrich Endl als erster „Denkmalpfleger“ im nördlichen Niederösterreich Reste der mittelalterlichen Klosteranlage unter dem barocken „Brunngartl“, 1932/33 schließlich legte er einen kleinen Teil des Kreuzganges frei. 1983 begann man mit der systematischen Ausgrabung des Kreuzganges und der mittelalterlichen Klosterbereiche (Regularräume, Stifterkapelle, Heizanlage). Nun kann – einmalig in Österreich - ein „Kloster unter dem Kloster“; das „claustrum“ (=Klausur) aus dem Spätmittelalter unter der spätbarocken Klosteranlage Altenburgs besichtigt werden.





Fotogalerien
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